2009-12-10

Geschichte | Bund der Studiengebührenzahler

Das Thema Studiengebühren ist nicht neu. Hier ein Überblick über ihre Geschichte in Deutschland:

In der Nachkriegszeit konnte ein Hochschulstudium nur von einer ausgewählten Minderheit finanziert werden. Ein Professor wurde von jedem Studierenden mit dem so genannten Hörgeld bezahlt, welches teilweise bis zu 300 DM betrug. Im Grundgesetz von 1949 wurde keine Zuständigkeit des Bundes im Bildungsbereich vorgesehen, vielmehr wurde in Art. 30 GG die Kulturhoheit der Länder festgelegt.

Die 60er Jahre waren geprägt vom liberalen Zeitgeist, außerdem verlangte die damalige Wirtschaftslage qualifizierte Hochschulabsolventen. Eine Universitäts- und Bildungsreform wurde zur wirtschaftspolitischen Notwendigkeit. Mitte der 60er Jahre kam es zu massiven Protesten gegen Studiengebühren insbesondere 1970 in Hamburg. Diese Boykottierung der Studiengebühren führte letztendlich dazu, dass der Hamburger Senat in der Ministerpräsidentenkonferenz eine allgemeine Abschaffung der Studiengebühren beantragte. Zum Wintersemester 1970/71 wurden die Studiengebühren abgeschafft.

Die Diskussion über die Wieder-Einführung von Studiengebühren kam in den 90er Jahren auf.

Mehr Informationen gibt es beim Bund der Studiengebührenzahler.

Posted via web from Lukas Lehmann