2009-04-07

Kurz gefasst

"Netanyahu ist kein Verfechter des Friedens“ (Medien)

Schon bevor Benjamin Netanyahu sein Amt antrat, wurde er als ultrarechter Extremist abgestempelt, der kein Interesse an Frieden habe. Dabei juckt es keinen der „Kritiker“, dass Bibi seinen Friedenswillen mehr als einmal unter Beweis gestellt hatte, als er große Gebiete der Westbank geräumt und selbst mit seinem Intimfeind Yasser Arafat Verhandlungen geführt hatte. Und kommt es wirklich so überraschend, dass Netanyahu während des Wahlkampfes harte Positionen eingenommen und die Verantwortung für Israels Sicherheit besonders hervorgehoben hatte? Nachdem er zum Premierminister gewählt worden war verpflichtete er sich, mit seiner Regierung als Partner für den Frieden zu wirken.

So läuft das nun mal. Und erzähle mir bitte keiner, dass das in anderen Teilen der Welt anders abginge, noch dazu, wo man hierzulande nicht müde wird zu behaupten, dass der Nahostkonflikt der gefährlichste weltweit wäre. Wirklich? Oder vielleicht nur der lohnenswerteste, weil dort ein Volk lebt, dessen Existenzberechtigung immer wieder hinterfragt wird?

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Semit - Nur für Kenner

Überall nimmt das Zeitschriftensterben seinen Lauf. Überall? Nein. Ausgerechnet ein komplett überflüssiges Objekt, das 1992 einen ebenso frühen wie verdienten Tod starb, erhebt sich gerade wie ein Zombie aus der muffigen Gruft: SEMIT aus dem Hause Abraham Melzer, eine Wichsvorlage für Israelhasser und andere gescheiterte Existenzen. Hier schreibt sich das Who Is Who der angeblichen Palästinenserfreunde um Kopf und Kragen, von der Protagonistin der Empörungsszene, Evelyn Hecht-Galinski, bis Ellen Rohlfs, die die Literatur des 21. Jahrhunderts um ein neues unsägliches Poem „in Anlehnung an Berthold (sic!) Brecht“ bereichert hat. Dabei bricht einem das Herz eher im Gedenken an die unschuldigen Bäume, die man in den Papierfabriken liquidierte, auf dass sie von skrupellosen Druckern zu SEMIT verarbeitet würden – ein grausames Schicksal, von dem sie gnädigerweise nie erfahren sollten.

Wer Freude an den Ergüssen von Avnery, Langer, Hass, Pappé, Neudeck und Konsorten hat und darauf steht, den jüdischen Staat hemmungslos zu denunzieren, zu delegitimieren, zu dämonisieren und zu dehumanisieren, kommt bestimmt auf seine Kosten. Mit Überraschungen ist nicht zu rechnen, alle Autoren stoßen ins gleiche Horn. Man jammert über „Besatzung“ und „Apartheidsmauer“, bewirft die israelische Armee mit Dreck und feiert Prof. Shlomo Sand, der die interessante These aufgestellt hat, das jüdische Volk sei eine „Erfindung“ – Musik in den Ohren seiner dünnbrettbohrenden Groupies, wenn auch ungefähr so mehrheitsfähig wie das Zwölftongeschrammel von Arnold Schönberg.

In SEMIT ereifert man sich über Esther Schapiras al-Dura-Film, ohne auch nur ansatzweise zu kapieren, um was es geht – nämlich nicht darum, ob in einem Krieg auch unschuldige Kinder getötet werden, sondern darum, wie eine inszenierte Geschichte zum Zweck der Verunglimpfung Israels als „Kindermörder“ in die Welt gesetzt, begierig weiterverbreitet und propagandistisch aufs Ekelhafteste ausgeweidet wurde. Selbstredend sind Leute wie Neuhaus die ersten, die einen „Generalverdacht“ witterten, wären es die Palästinenser, die man als Volk von Kindermördern bezeichnen würde, weil ihre Helden vorzugsweise Säuglinge im Kinderwagen (Hebron) erschießen und Jugendliche vor einer Disco (Tel Aviv) in Stücke bomben oder mit Äxten (Bat Ayin) oder Steinen (Tekoa) erschlagen.

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Antisemitismus im Hamas-TV: "Juden trinken Blut von Muslimen"
GAZA (inn) - Antisemiten haben Juden immer wieder vorgeworfen, das Blut ihrer Feinde zu trinken. Vor allem am Passahfest war diese "Ritualmordanklage" ein beliebter Vorwand, um gewaltsam gegen Juden vorzugehen. Nun hat ein Fernsehsender der Hamas ein Bühnenstück ausgestrahlt, in dem ein Jude seinen Sohn auffordert, das Blut von Muslimen zu trinken.

Die Sendung ist eine Live-Übertragung einer Veranstaltung, die am 3. April in Gaza stattfand. Vater und Sohn tragen traditionelle chassidische Kleidung und sind sofort als Juden zu erkennen. Die israelische Organisation "Palestinian Media Watch" hat einen Ausschnitt des Videos von "Al-Aksa-TV" mit englischen Untertiteln versehen und veröffentlicht. Im Folgenden dokumentiert Israelnetz einen Teil der Dialoge.

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Wegen "Rufmordes": Reservisten fordern Untersuchung gegen "Ha´aretz"
JERUSALEM (inn) - Mehrere Reservisten der israelischen Armee haben sich aufgrund der Kriegsverbrechervorwürfe während der Gaza-Operation aus den eigenen Reihen in einem Brief an Israels Generalstaatsanwalt Menachem Masus gewandt. Sie fordern eine kriminalpolizeiliche Untersuchung gegen die Tageszeitung "Ha´aretz" wegen "Rufmordes".

Der Brief wurde von 65 Reservisten unterzeichnet, die an der Operation "Gegossenes Blei" beteiligt waren. In dem Schreiben werfen sie der Zeitung vor, sie habe über die Zeugnisse berichtet, als seien sie Fakten und beruhten nicht auf Hörensagen. "Es scheint, als hat 'Ha´aretz' nicht die geringste Untersuchung unternommen, bevor sie die falschen Anschuldigungen meldete", heißt es in dem Brief.

"Wir haben es satt, als Mörder und Kriegsverbrecher bezeichnet zu werden", zitiert die Tageszeitung "Jerusalem Post" Amit Barak, den Initiator des Briefes. "Wir werden nicht tolerieren, auf diese Weise behandelt zu werden, nachdem wir als Reservisten für den Staat in der Armee gedient haben. Wir erwarten vom Staat, dass er für uns eintritt, für seine Soldaten", sagte Barak weiter.

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Besessen vom Leid

An der Grenze zwischen der Demokratischen Republik Kongo und dem Sudan sind in den vergangenen Wochen mindestens ebenso viele Menschen der Gewalt zum Opfer gefallen wie bei den jüngsten israelischen Operationen in Gaza – und doch beschäftigt der Terror in Afrika die europäischen Medien höchstens am Rande. Offenbar haben die Palästinenser etwas, das den Kongolesen und Sudanesen fehlt. Etwas, das ihnen die geballte Aufmerksamkeit der europäischen Medien beschert.

Anders auch als die Millionen Vertriebenen und Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg konnten die Palästinenser sich ihren Status als Dauerflüchtlinge erhalten. Bis heute, sechzig Jahre später, werden Palästinenserstädte als Flüchtlingslager bezeichnet; inzwischen tragen vier Generationen von Palästinensern von Geburt an das Etikett »Flüchtling«.
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Die Palästinenser in Gaza haben eine religiös-faschistische Partei gewählt, deren erklärtes Ziel die Vernichtung der Juden ist. Voller Enthusiasmus versprach Hamas Krieg und Märtyrertum mit Slogans wie »Palästinenser lieben den Tod mehr als das Leben« oder »Kein Opfer ist zu groß, um Israel zu vernichten«.

Nun gab Israel den Bewohnern von Gaza das, was diese sich angeblich mehr als alles andere wünschen: eine Gelegenheit, heldenhaft Widerstand zu leisten und Juden zu töten. Doch statt ihre tiefe Befriedigung über diese Chance zu äußern, schrien die Palästinenser auf, sie würden mit unverhältnismäßiger Härte behandelt, und den Juden müsse das Schießen auf Frauen und Kinder verboten werden. Dieselben Leute, die Gewalt und Krieg forderten, zeigten den Medien, wie brutal sie von den Juden angefasst wurden.

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