2009-03-10

Purim - Haman und Antisemitismus heute







Hannes Stein

A freilachn Purim, Jidn (und anglikanische Atheisten)!
Das Buch Esther, das zu Purim in allen Synagogen der Welt gelesen wird, ist meines Wissens das erste biblische Buch, in dem die Kinder Israels Juden, “Jehudim” genannt werden. Es ist ja auch eine Diasporageschichte, die hier erzählt wird. Sie spielt im persischen weltreich, und sogar der Held und die Heldin tragen typische Namen von Assimilanten: “Mordechai” kommt von “Marduch”, einer persischen Gottheit, und “Esther” leitet sich von “Astaroth” her, der Venusgöttin. (So wie halt später Juden in Deutschland Siegfried und Lieselotte hießen.)

Im Buch Esther wird ein versuchter Völkermord an den Juden beschrieben. Der Trouble beginnt damit, dass Mordechai sich weigert, vor dem machthungrigen Minister Haman in die Knie zu fallen: “Aber es schien ihm verächtlich, an Mordechai allein Hand anzulegen, denn man hatte ihm das Volk Mordechais genannt, sondern er wollte das ganze jüdische Volk im ganzen Königreich des Ahasweros, das Volk Mordechais, vernichten.” Die Begründung für diesen Genozid sollte uns interessieren: “Da sagte Haman zum König Ahasweos, dass in seinem ganzen Lande ein Volk zerstreut lebe, dessen Gesetze verschieden seien von denjenigen anderer Völker, die königlichen Gesetze befolgen sie nicht, und dass es kein Vorteil wäre, sie im Lande zu dulden.”


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