2008-06-07

Clinton: "Yes We Can"

Die Kommentatoren sind sich einig: Es war eine der besten Reden, die Hillary Clinton jemals gehalten hat. Am Samstagabend, 18:30 Uhr (MEZ), wurde die Senatorin im Washingtoner “National Building Museum” teils mit Buh-Rufen, aber vor allem mit viel Applaus empfangen. Viele Unterstützer warteten schon seit den frühen Morgenstunden auf diesen Moment.

Clinton zeigte zu Beginn ihrer Rede große Enttäuschung über ihre Wahlniederlage: “Dies ist nicht genau die Feier, die ich geplant habe, aber ich bin mir sicher, dass ich die Gesellschaft mit euch sehr schätze”. Der weitere Verlauf der Rede verlief allerdings sehr optimistisch und gefasst:

“Heute, da ich meinen Wahlkampf aussetze, gratuliere ich ihm zu dem gewonnenen Sieg und dem außergewöhnlichen Rennen, das er gelaufen ist. Ich gebe ihm meine Zustimmung und meine volle Unterstützung”, sagte Clinton. Darüber hinaus bat sie auch die Anwesenden darum, Barack Obama in der gleichen Weise zu unterstützen, wie sie unterstützt wurde.

Clinton bekräftgte nicht nur ihre Unterstützung für Obama, mit dem sie nach eigenen Angaben die gleichen Werte teile, sondern forderte besonders auch all ihre Unterstützer auf, weiter für die Demokraten zu stimmen. Nur so könne es zu einem wirklichen Wechsel und Fortschritt in Amerikas Politik und Ansehen in der Welt kommen.

Gemeinsam mit Barack Obama wolle sie einen politischen Wechsel einleiten, den Klimawandel bekämpfen und die US-Soldaten aus den Irak zurück in die Heimat führen.

Auch wird sie sich weiterhin für ihre persönlich gesteckten Ziele einsetzen, Frauen in der Gesellschaft weiter mehr Gleichberechtigung zu geben und Vorurteile gegen sie abbauen zu helfen.

Clinton forderte auch als Mutter eine Gleichberechtigung für Kinder aller ethnischer Herkunft, ihnen gleiche Möglichkeiten zu geben, wie sie als Weiße immer wieder in ihrem Leben genießen konnte. Wenn eine Frau die oberste Führungsgewalt bekommen kann, dann kann auch ein Schwarzer Präsident werden, so Clinton.

“Wir müssen unseren Kampf jetzt fortsetzen und unsere Ziele erreichen, indem wir unsere Energie, unsere Leidenschaften, unsere Stärken nehmen und alles uns Mögliche tun, um dafür zu sorgen, dass Barack Obama zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wird”, betonte Clinton. Mit den Worten “Yes we can” setzte sie nun endgültig ihr Zeichen, dass sie hinter Präsidentschaftskandidat Obama steht.