2008-05-17

Lesetipps zu 60 Jahre Israel

KLAUS HILLENBRAND: Eine irre gute Idee: Tel Aviv… Vor fast einhundert Jahren kamen einige Juden in Palästina auf die Idee, eine neue Stadt am Meer zu gründen - und seit 75 Jahren spricht man dort auch Deutsch: Für die “Jeckes”, vor den Nazis geflüchtete deutsche Juden, war es ein schwieriger Neubeginn in der weißen Stadt. Doch heute werden sie für ihre Aufbauarbeit verehrt. Ein Besuch bei den letzten Überlebenden…siehe: www.taz.de


CHRISTIAN J. HEINRICH: Der beste Freund Israels

An salbungsvollen Worten fehlte es durchaus nicht, als das offizielle und offiziöse Deutschland dem Staat Israel unlängst zu dessen 60. Geburtstag gratulierte. Von “Freundschaft” und einer “besonderen Verantwortung Deutschlands” für den jüdischen Staat war da die Rede, vom gelungenen christlich-jüdischen Dialog und von intakten diplomatischen, kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen. Dass das nicht einmal die halbe Wahrheit ist, zeigen zum einen zahllose Talkshows und Dokumentationen, Radio- und Fernsehbeiträge, Zeitungskolumnen und offene Briefe sowie Umfragen und Erhebungen, aus denen der als “Israelkritik” kostümierte Antisemitismus nur so quillt. Zum anderen erweisen sich aber auch die Treueschwüre des verantwortlichen politischen Personals als hohle Phrasen, denn sie bleiben ohne handfeste Konsequenzen – insbesondere deshalb, weil nichts unternommen wird, um die iranischen Vernichtungspläne zu durchkreuzen. Christian J. Heinrich zeigt in seinem Gastbeitrag für Lizas Welt, wie übel dem Jubilar jenseits aller Bekenntnisse hierzulande mitgespielt wird – seit ehedem…

siehe: lizaswelt.net

JOST KAISER: 60 Jahre deutsche Neurose60 Jahre Israel: zwischen Schwärmerei und brüsker Ablehnung. Kurze Geschichte einer Obsession

2003 gab die EU-Kommission eine Umfrage in Auftrag, die nichts anderes ergab, als dass Israel wohl so etwas wie eine Großmacht sein muss. Offensichtlich allerdings nur eine Fernsehgroßmacht, die unablässig den Fernsehkasten vollmacht.

Das kleine Land am Mittelmeer beschäftigt die Deutschen unablässig.
Das Wirken der philosemitischen Kitschiers wie Iris Berben und Lea Rosh hat offensichtlich nicht die gewünschte Wirkung. Längst gibt es eine Paralellwelt der Sonntagsreden mit Vollpfrofis wie Rosh und Berben an der Spitze und dann gibt es eben das: In der zitierten Umfrage kam heraus, dass 65 Prozent der Deutschen sich von Israel bedroht fühlen. 45 Prozent wiederum von den USA.

Wie kann das sein? So ein kleines Land mit sechs Millionen Einwohnern, so groß wie Hessen, von dem man sich unter der Führung von Roland Koch aber eher bedroht fühlen kann als von Israel?…

siehe: vanityfair.de/blog/